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18.11.2017 / Inland / Seite 5

Sperrmüll für die Armen

Hartz-IV-Bezieher dürfen ihre Wohnung nur mit minderwertiger Einrichtung ausstatten. Sozialkaufhäuser profitieren

Susan Bonath

Von 409 Euro muss ein alleinstehender Hartz-IV-Bezieher jeden Monat alles außer der Miete zahlen: Essen, Strom, Fahrkosten, Telefon, Kleidung, Reparaturen im Haushalt und vieles mehr. Das Sparen fängt bereits beim Gründen eines eigenen Haushalts an. Zwar müssen Jobcenter ihren Klienten zusätzliche Mittel für die Ersteinrichtung der Wohnung gewähren. Doch ein Fall aus dem bayrischen Schwabach zeigt nicht nur, dass von diesen Minisummen mehr als Sperrmüll praktisch nicht zu bekommen ist. Auch die Geschäfte der Sozialkaufhäuser blühen im Zuge der staatlichen Armutsverwaltung.

Allem voran steht die Angst. »Wenn man sich beschwert oder an die Öffentlichkeit geht, muss man damit rechnen, dass sie einen noch mehr drangsalieren«, betont Ilona Schmidt gleich zu Anfang des Gesprächs mit junge Welt. Die Gewerkschafterin begleitet ehrenamtlich Erwerbslose, die Probleme mit dem Jobcenter haben. Ihren richtigen Namen und den ihres Klienten will sie nicht nennen. »Es kö...

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