16.11.2017 / Sport / Seite 16

Krieg in den Fasern

Eine Ausstellung in Hamburg widmet sich der Geschichte des FC St. Pauli während des Faschismus

Kristian Stemmler

Anfang 1933 erscheinen die Brüder Paul und Otto Lang im damaligen Vereinslokal des FC St. Pauli und schlagen vor, eine Rugby-Abteilung zu gründen. Gesagt, getan! Am 7. März veröffentlicht die Vereinszeitung einen Aufruf, im Juli meldet der FC St. Pauli seine erste Rugby-Mannschaft zum Spielbetrieb an. Und am 3. September trägt sie ihr erstes Match gegen den Eimsbütteler TV aus, unter den Spielern sind auch die beiden Langs. Doch auf dem ersten Mannschaftsfoto im Folgejahr sind sie nicht mehr zu sehen. Der Grund: Paul und Otto Lang sind Juden.

Das Schicksal der Brüder wird in einer Ausstellung thematisiert, die vor einer Woche im FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade des Millerntorstadions eröffnet wurde und noch bis zum 10. Dezember zu sehen ist. Unter der Überschrift »Fußball in Trümmern. Der FC St. Pauli im ›Dritten Reich‹« soll mit mehr als 200 Fotos, Filmen und anderen Exponaten gezeigt werden, was die NS-Zeit für den Verein und seine Mitglieder bede...

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