14.11.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Der Weg zur Privatisierung

Die SPD will in Berlin mehr Schulen hochziehen. Das Geld dafür soll eine GmbH über die Aufnahme von Krediten heranschaffen

Ralf Wurzbacher

Man hätte ja auch über die drohende Schulprivatisierung reden können. Daraus wurde nichts auf dem Landesparteitag der Hauptstadt-SPD am Wochenende im Berliner Hotel Intercontinental. Schließlich gab es »Wichtigeres« zu besprechen – etwa den Vorschlag der Jungsozialisten, frauenfreundliche Sexfilme mit öffentlichen Mitteln zu fördern. Mit ihrem zuvor schon heiß diskutierten »Pornoantrag« wollen die Jusos die kommerzielle Kopulationsbeschau zurückdrängen und eine öffentlich-rechtliche begünstigen. Denn erstere wirke eher wie »eine Performance, wie ein Leistungssport«, heißt es in ihrer Empfehlung. »Alles funktioniert scheinbar auf Anhieb, es gibt keine Kommunikation.«

Das traf den Nagel auf den Kopf. Wer von den 240 Delegierten gehofft hatte, die Berliner Sozialdemokraten würden sich ernsthaft mit den Ursachen der historischen Schlappe ihrer Mutterpartei bei der Bundestagswahl vor sieben Wochen auseinandersetzen, wurde enttäuscht. Auch der befürchtete gr...

Artikel-Länge: 5532 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe