13.11.2017 / Politisches Buch / Seite 15

Das große Schachspiel

Vom Gläubiger zum Schuldner der Welt: Michael Hudson schildert den Aufstieg des US-Finanzimperialismus

Simon Zeise

Dem Patensohn Leo Trotzkis und ehemaligen Wall-Street-Banker Michael Hudson (Jahrgang 1939) ist mit dem Buch »Finanzimperialismus. Die USA und ihre Strategie des globalen Kapitalismus« ein Werk gelungen, das sich Marxisten nicht entgehen lassen dürfen. Zumal es 45 Jahre gedauert hat, bis es endlich ins Deutsche übersetzt wurde.

Hudson erklärt, wie es den Vereinigten Staaten gelang, nach dem Ersten Weltkrieg zur führenden imperialistischen Weltmacht aufzusteigen und diese Position bis heute zu halten. Es ist erschreckend, wie die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse denen von vor hundert Jahren gleichen. Eine auf Sozialkürzungen ausgerichtete Wirtschaftspolitik war bzw. ist in der kapitalistischen Welt vorherrschend, 1917 wie 2017: »Die unerträglich hohen Reparationszahlungen« nach dem Ersten Weltkrieg »trieben Deutschland in die Austerität«. Mit der Folge, dass die Wirtschaft zusammenbrach. Die Schuldendeflation habe große Ähnlichkeit mit jener,...

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