13.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Europas Luftfahrt am Boden

Korruptionsermittlungen zeigen Folgen für Airbus. Staatliche Aufträge könnten in Frage stehen. Erhoffter Milliardendeal mit Dubai geplatzt

Jörg Kronauer

Es hätte ein Silberstreif am Horizont für Airbus werden sollen: Der Luftfahrtkonzern war davon ausgegangen, dass die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai auf der diesjährigen »Dubai Airshow«, die am gestrigen Sonntag begonnen hat, 36 bis 38 neue Passagierjets vom Typ A 380 bestellen wird. Das hätte dem gebeutelten europäischen Luftfahrtkonzern wenigstens ein wenig Erleichterung gebracht bei einem der vielen Probleme, an denen er derzeit laboriert. Statt dessen hat sich die arabische Fluggesellschaft aber für den Konkurrenten Boeing entschieden. Nach Angaben der Agentur Reuters hat sie bei dem US-Konzern 40 Maschinen vom Typ 787-10 mit einem Auftragswert von 15 Milliarden Dollar bestellt. Bei Airbus gibt es also keine guten Nachrichten, sondern nur Produktionsverzögerungen, Absatzschwierigkeiten und Korruptionsermittlungen.

Der A 380, die größte Passagiermaschine der Welt, die bei ihrem Erstflug im April 2005 noch als Zukunftsmodell gefeiert wurde, wird der...

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