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13.11.2017 / Ansichten / Seite 8

Geschäft mit der Not

Hartz IV an der Supermarktkasse

Susan Bonath

Es ist noch nicht allzu lange her, da schlossen in vielen Behörden die Kassenschalter. Geldautomaten lösten tariflich entlohnte Beschäftigte ab. Auch die Arbeitsagenturen und Jobcenter – bei der Bearbeitung von Anträgen oft nicht die schnellsten – griffen zur modernen Technik. Klappte es mit der Überweisung nicht, konnten sie mittellosen Betroffenen einen Geldbetrag auf einen Chip laden. Am Automaten funktionierte es dann so: Karte rein, Geld raus.

Doch damit soll ab Juli 2018 Schluss sein. Die Automaten kommen wieder weg. Ihr Unterhalt sei zu teuer für die Behörden, sagte ein nicht genannter Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Welt am Sonntag. So seien im vergangenen Jahr für 400.000 Notfälle – alleine diese Zahl spricht für sich – 3,2 Millionen Euro Kosten angefallen. Zurück zu den Schaltern will man aber nicht.

Statt dessen kommt ein Privatunternehmen ins Spiel: Der Berliner D...

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