11.11.2017 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Hoher Erwartungsdruck

Myanmars schwierige Emanzipation: Das Bild von Suu Kyi als Ikone der Demokratie bekommt Risse

Thomas Berger

»Myanmar gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Und das hier, meine Heimatregion« – Thi Ha deutet leicht in die Runde – »ist eines der rückständigsten Gebiete des Landes.« Leider ist das keine Übertreibung. Schon nach Magyizin zu kommen, erfordert eine beschwerliche Ganztagsreise. Von Yangon (vormals Rangun), der boomenden Wirtschaftsmetropole und früheren Hauptstadt, sind es zunächst gute fünf Stunden mit dem Bus bis Thabaung oder Pathein, von dort geht es anderthalb bis zwei Stunden mit einem Motorradtaxi weiter. Die unbefestigte Verbindungsstraße, erst noch eine solide Schotterpiste, ist im letzten Drittel nahezu unpassierbar: Ein Militärstützpunkt liegt in der Gegend, schwere Armeelaster haben den Boden tief aufgewühlt, in den Löchern und Fahrrinnen steht das Wasser vom jüngsten Regenguss, rundherum alles Schlamm. Und nachdem die kleine Siedung Thae Pyi erreicht ist, heißt es umsteigen. Das von einem Außenbordmotor angetriebene Boo...

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