11.11.2017 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Behandelt werden alle«

Gespräch mit Michael Wilk. Über die aktuelle Lage in Rakka, idealistische Sicht auf Veränderungen in befreiten Teilen Syriens und medizinische Hilfe für Kämpfer

Gitta Düperthal

Als Arzt haben Sie in den vergangenen Jahren immer wieder mit der Hilfsorganisation »Heyva Sor a Kurd«, dem Kurdischen Roten Halbmond zusammengearbeitet. Bis Anfang Oktober waren Sie drei Wochen lang in Syrien, in der ehemaligen IS-Hochburg Rakka, die jetzt als befreit gilt. Wie ist die Lage dort aktuell?

Ja, Rakka ist befreit. Aber es sind die gleichen Bilder der Zerstörung, die wir aus anderen umkämpften Städten kennen. Zuletzt gab es Verhandlungen: Die letzten Reste des IS konnten sich in andere Gebiete zurückziehen und die Stadt, die unter seiner Herrschaft war, räumen. Zwar versuchen nun vereinzelt Leute, in ihre Häuser zurückzukehren, aber die Innenstadt ist noch mit Minen und Sprengfallen des IS gespickt. Sie ist zu 80 Prozent kaputt, Wasserleitungen sind zerstört, die Stromversorgung ist unterbrochen. Kämpferinnen der Demokratischen Kräfte Syriens, DKS, bei denen auch die kurdischen Frauen- und Selbstverteidigungseinheiten YPJ/YPG mitwirken, sind ...

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