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11.11.2017 / Ausland / Seite 7

Von Zahlen berauscht

Früherer französischer Präsident Sarkozy gab mehr als zehn Millionen Euro für Meinungsumfragen aus

Hansgeorg Hermann, Paris

Er habe »sich an Umfragen berauscht«, erzählte in der vergangenen Woche sein damaliger Berater und Propagandist Patrick Buisson vor Journalisten: Nicolas Sarkozy, französischer Staatschef von 2007 bis 2012, richtete seine Politik offenbar hauptsächlich an Zahlen und Statistiken aus. Der inzwischen 62 Jahre alte Rechtskonservative, der das Land fünf Jahre lang führte und heute angeblich als einfacher Politikrentner sein Leben fristet, hat für simple Meinungsumfragen mehr als zehn Millionen Euro aus der Staatskasse ausgegeben. Ein neuer Anklagepunkt gegen den in verschiedene Ermittlungsverfahren der Justiz verwickelten ehemaligen Präsidenten: Begünstigung und Veruntreuung von Haushaltsmitteln.

Buisson, der mit seinem früheren Chef inzwischen verfeindet ist, war während der Regierungsjahre des ewig unruhigen, von den Medien als »Hyper-Président« gefürchteten und geschmähten Sarkozy die »graue Eminenz« im Élysée-Palast. Über seinen Schreibtisch gingen nicht n...

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