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11.11.2017 / Inland / Seite 2

Wirklich nur Behördenversagen?

Fall Amri: Sonderermittler sagt vor Untersuchungsausschuss aus

Bei der Überwachung des Terroristen Anis Amri im Sommer 2016 wusste bei der Berliner Polizei nach Einschätzung von Sonderermittler Bruno Jost die rechte Hand nicht, was die linke macht. Observation und Telefonüberwachung seien nicht abgestimmt gewesen, sagte Jost am Freitag im Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses zum Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Zudem seien die Observierer nie samstags oder sonntags unterwegs gewesen. Amri habe sie auch abgeschüttelt.

Jost bemängelte demnach, dass sich aus der Telefonüberwachung in Berlin zwar immer mehr Hinweise auf gewerbsmäßigen Drogenhandel Amris ergeben hätten. Doch die bis Mitte Oktober 2016 genehmigte Observierung – zunächst wegen eines anderen Verdachts – habe die...

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