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10.11.2017 / Inland / Seite 4

Auseinandergelebt

Politik gedenkt der Grenzöffnung durch die DDR-Regierung vor 28 Jahren, Sachsens Integrationsministerin bittet um Verständnis für die Ostbevölkerung

Jana Frielinghaus

Die Mauer hat 28 Jahre lang die Hauptstadt der DDR von Westberlin getrennt. Am Donnerstag war es 28 Jahre her, dass Günter Schabowski seinen berüchtigten Zettel zückte und vor der BRD-Presse verkündete, die innerstädtischen Grenzkontrollen wie auch die in der Fläche seien »ab sofort« bzw. »unverzüglich« einzustellen. In jenen Novembertagen des Jahres 1989 glaubten Zehntausende DDR-Bürger, jetzt einen »dritten Weg« einschlagen zu können. Sie wünschten sich eine irgendwie emanzipatorische Gesellschaft jenseits des als spießbürgerlich und diktatorisch verurteilten und schnell entsorgten Sozialismus des »SED-Regimes« wie auch des BRD-Kapitalismus. Da riefen aber viele auf den Straßen schon nicht mehr »Wir sind das Volk«, sondern »Wir sind ein Volk«. Eine knappe Mehrheit (48 Prozent) wählte bei der Volkskammerwahl am 18. März 1990 ein Regierungsbündnis unter Führung der CDU. Es ließe sich mit »AfD« abkürzen. In der »Allianz für Deutschland« hatten sich die Ost...

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