09.11.2017 / Ausland / Seite 7

Damoklesschwert über Erdogan

Die Verhältnisse zwischen Washington und Ankara werden durch Prozess gegen Goldhändler Reza Zarrab weiter belastet

Nick Brauns

Der Staatsbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in den USA steht unter keinem guten Stern. Das eigentlich für den 7. November angesetzte Gespräch mit US-Vizepräsident Michael Pence wurde unter Verweis auf die Trauerzeremonie für die 26 Todesopfer des Massakers in einer texanischen Kirche zweimal verschoben und soll nun am heutigen Donnerstag stattfinden.

Das Verhältnis zwischen den beiden NATO-Partnern ist zerrüttet wie selten zuvor. Ein Dauerstreit betrifft die Unterstützung des US-Militärs für die von Ankara als terroristisch verurteilten kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien im Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS). Vergeblich fordert die türkische Regierung zudem die Auslieferung des in Pennsylvania lebenden Predigers Fethullah Gülen, den sie für den Drahtzieher des gescheiterten Militärputsches gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan vom Juli 2016 hält. Ein seit Oktober 2016 inhaftierter US-Pastor, Andrew Bruns...

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