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08.11.2017 / Feuilleton / Seite 10

Eine soziopathische Madame Bovary

In der englischen Neuverfilmung der Mzensker »Lady Macbeth« kann von Sibirien keine Rede sein

Peer Schmitt

In die britische Schule der spröden Literaturverfilmungen kann man wohl auch die Adaption von Nikolai Leskows Erzählung »Die Lady Macbeth des Mzensker Landkreises« einordnen, die der bisher hauptsächlich als Theaterregisseur hervorgetretene William Oldroyd nun vorgelegt hat. Der Stoff ist bereits mehrfach verfilmt worden, u. a. 1962 von Andrzej Wajda unter dem Titel »Sibirska Ledi Magbet« (Sibirische Lady Macbeth). Der Allgemeinheit ist die Erzählung freilich vor allem durch Dmitri Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« gegenwärtig geblieben, die nicht nur zu den wichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts zählen dürfte, sie hat auch eine spezielle Aufführungsgeschichte.

Man konnte in der Handlung durchaus zustimmende Anspielungen auf Stalins brutal durchgeführte »Entkulakisierung« finden, andererseits endet sie mit dem Klagen der Gefangenen in einem sibirischen Straflager. Die Uraufführung der Oper war 1934 ein gewaltiger Erfolg, im Januar 1936 wurde sie ...

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