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27.10.2017 / Titel / Seite 1

Nervenkrieg in Katalonien

Dramatische Stunden in Barcelona: Ministerpräsident Puigdemont war zu Neuwahlen bereit. Madrid verspielt Kompromiss

André Scheer

Erst Überraschung, dann Entsetzen, dann Verwirrung: Der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont hat am Donnerstag Anhänger und Gegner der Unabhängigkeitsbewegung über Stunden in ein Gefühlschaos gestürzt. Im Laufe des Tages war in Barcelona durchgesickert, dass der Regierungschef eine Kursänderung vollziehen wollte. Anstelle der von den einen erhofften, von den anderen befürchteten Proklamation einer unabhängigen Republik Katalonien werde Puigdemont das Regionalparlament auflösen und für Dezember Neuwahlen einberufen. Die alternative Nachrichtenagentur Sírius berichtete, dass dies das Ergebnis von Vermittlungsbemühungen des baskischen Lehendakari (Ministerpräsident) Iñigo Urkullu gewesen sei. Dieser habe ausgehandelt, dass der spanische Regierungschef Mariano Rajoy als Antwort auf das Einknicken Puigdemonts auf die Aktivierung des Verfassungsartikels 155 verzichten würde. Die spanische Regierung hatte am vergangenen Sonnabend beschlossen, auf der...

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