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28.10.2017 / Geschichte / Seite 15

Antikommunistischer Furor

Im Oktober 1947 musste Bertolt Brecht vor dem »Komitee für unamerikanische Umtriebe« aussagen

Daniel Göcht

Im Kontext des beginnenden Kalten Krieges verschärfte sich in den USA die innenpolitische Lage. Es herrschte ein Klima der Angst. Hatten Anhänger der von Moskau aus gesteuerten Kommunistischen Partei den Staat und seine Institutionen unterwandert? Eine bewusst geschürte antikommunistische Hysterie griff um sich. Vor das »House Committee on Un-American Activities« (HUAC, Komitee für unamerikanische Umtriebe), einen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses, wurden zahlreiche des Kommunismus Verdächtigte geladen.

Bertolt Brecht war nicht der erste, aber einer der prominentesten Intellektuellen, die vor das Komittee zitiert wurden. Unmittelbarer Anlass für das Verhör am 30. Oktober 1947 war eine Kampagne gegen »kommunistische Umtriebe« in Hollywood. Brecht gehörte zu einer Gruppe von 19 Filmschaffenden, gegen die ermittelt wurde. Elf von ihnen wurden vorgeladen. Sie verfolgten eine gemeinsame Verteidigungsstrategie, unter Berufung auf die Verfassung der Vereinig...

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