Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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28.10.2017 / Feuilleton / Seite 11

Laute, kaputte Welt

Kinder, die Steine klopfen, Kanister schleppen, Müll essen: Michael Glawoggers »Untitled« zeigt Elend und Schrecken (ohne Begriff davon)

André Weikard

Berühmt wurde der Österreicher Michael Glawogger mit opulenten Dokumentarfilmen, in denen die Schrecken der Gegenwart die Zuschauer in die Sitze drückten. »Workingman’s death« (2005) zeigte Arbeiter in Pakistan beim Ausschlachten der Wracks riesiger Frachtschiffe, Schlachter auf einem Viehmarkt in Nigeria, entlassene Bergleute im Donbass; »Whore’s glory« (2011) spielte in Bordellen in Thailand und Bangladesch. Während der Dreharbeiten zu seinem jüngsten Film ist Glawogger 2014 gestorben. Ein Mückenstich, eine Malariaerkrankung haben den Mann niedergestreckt, der Orte, von denen kaum einer etwas wissen wollte, auf die Großleinwand brachte. Drei Jahre nach Glawoggers Tod ist in dieser Woche »Untitled« in die Kinos gekommen, ein Zusammenschnitt des auf seiner letzten Reise aufgenommen Materials.

Die Reise führte über den Balkan, durch Italien, Nordwest- und Westafrika. Man sieht Menschen Sand sieben auf der Suche nach einer Winzigkeit von Gold. Kinder konkur...

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