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28.10.2017 / Ausland / Seite 6

Minirock und Scharia

Sexualisierte Gewalt gibt es für die ungarische Regierung nur von »Migranten«. Kritik von Oppositionsparteien

Matthias István Köhler

Lange hat die ungarische Regierung zu der Diskussion geschwiegen, die sich um die in den sozialen Medien veröffentlichten Fälle sexualisierter Gewalt dreht. Am Mittwoch veröffentlichte die konservative, aber regierungskritische Tageszeitung Magyar Nemzet ein Kurzinterview mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Zsolt Semjén von der Christlich-Demokratischen Volkspartei (KDNP). Auf die Frage des Reporters, ob die Regierung sich vorstellen könne, angesichts der erschreckend hohen Anzahl von Berichten zu sexuellen Übergriffen eine Aufklärungskampagne zu starten, antwortete Semjén: »Das sind natürlich alles schöne und gute Sachen, und wir unterstützen natürlich solch schöne und gute Sachen, aber es ist doch so, dass das alles nichts ist im Gegensatz dazu, was sein wird, wenn die islamischen Massen hier sein werden.« Weiter sagte er, wenn man Frauen vor Gewalt schützen und ihnen die Möglichkeit geben wolle, im Minirock und ohne Verschleierung auf die Str...

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