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28.10.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Geschichte neu schreiben

Deklassifizierte US-Dokumente bringen Details über Einfluss der Westmächte bei Errichtung der Suharto-Diktatur in Indonesien ans Licht

Anett Keller

Indonesien und der Einfluss westlicher Großmächte beim Suharto-Putsch und dem Massenmord an Hunderttausenden Menschen vor 50 Jahren zählen zu den blinden Flecken in der Geschichte des Kalten Krieges. Nun bringen in den USA erstmals freigegebene, ehemals als geheim eingestufte Regierungsdokumente etwas mehr Licht ins Dunkel. Die von Militärs und Milizen an Mitgliedern linker Bewegungen 1965/66 verübten Massaker im bevölkerungs- und ressourcenreichsten Land Südostasiens gehören zu den größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Bis heute werden Überlebende und ihre Angehörigen stigmatisiert, die Mörder hingegen blieben straflos.

Die deklassifizierten Dokumente, insgesamt mehr als 30.000 Seiten, werden der Öffentlichkeit nach und nach vom »National Declassification Centre« und dem »National Security Archive« an der George Washington University in digitalisierter Form zur Verfügung gestellt. 39 Schriftstücke sind zunächst auf der Artikel-Länge: 7619 Zeichen

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