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25.10.2017 / Inland / Seite 4

Warten auf Plädoyers der Nebenklage

NSU-Prozess: Befangenheitsanträge gegen Richter erfolglos. Opferanwälte kamen noch nicht zu Wort

Claudia Wangerin

Nach einer Flut von Befangenheitsanträgen und zwei wochenlangen Unterbrechungen ist der Münchner NSU-Prozess am Dienstag fortgesetzt worden. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl teilte zu Beginn laut Nachrichtenagentur dpa mit, dass auch der letzte noch ausstehende Befangenheitsantrag gegen ihn und weitere Richter des Oberlandesgerichts abgelehnt worden sei. Diese Nachricht habe er unmittelbar vor Sitzungsbeginn erhalten. Insgesamt waren seit dem Abschluss des Plädoyers der Anklage rund ein Dutzend solcher Anträge gestellt und abgelehnt worden. Die Angehörigen der zehn Mordopfer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) und die Verletzten zweier Bombenanschläge in Köln warten daher seit mehr als einem Monat auf das Wort für ihre Plädoyers. Die Schlussvorträge der Opferanwälte konnten auch am Dienstag zunächst nicht beginnen. Nachdem die Anträge abgelehnt waren, kündigten die Anwälte der Hauptangeklagten Beate Zschäpe sowie der mutmaßlichen Terrorhe...

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