21.10.2017 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Die Diskreditierten

Während des G-20-Gipfels wurden Journalisten zum »Sicherheitsrisiko« erklärt. Sie zeigen ihre Arbeiten in einer Ausstellung

Katharina Hammer

Die Feder soll mächtiger sein als das Schwert – diesen Ausspruch von Edward Bulwer-Lytton muss man heutzutage erweitern und sagen, dass die Kamera auch mächtiger ist als der Wasserwerfer. Zumindest muss diese Befürchtung im bundesdeutschen Staatsapparat und vor allem in der Polizeiführung vorherrschen. Anders ist kaum zu erklären, warum 32 Journalistinnen und Journalisten im Juli während des laufenden »G-20-Gipfels« die ausgestellte Akkreditierung wieder entzogen werden sollte, weil sie angeblich ein »Sicherheitsrisiko« darstellten. Elf von ihnen stellen ihre Arbeit noch bis zum 10. Dezember in Berlin aus. Unter ihnen meist Fotojournalisten, aber auch Elsa Koester, Redakteurin des Neuen Deutschlands, die in einem ausgestellten Text genau die Rolle der Presse deutlich macht und erläutert, warum diese zwar in ihrer Gesamtheit natürlich gefährlich für einen Staat werden kann (und das ist auch gut so), aber eben nicht die einzelne Journalistin einen militäris...

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