21.10.2017 / Thema / Seite 12

Der Triumph des »Donaumessias«

Die österreichische Wahlschlacht bringt die Regierungsbeteiligung einer der stärksten rechtsextremen Parteien Europas, während sich die Grünen selbst erledigt haben

Erwin Riess

Die vorgezogenen österreichischen Parlamentswahlen wurden notwendig, weil Sebastian Kurz, der jugendliche Außen- und Integrationsminister in seinem Machtergreifungsplan die zweite Stufe zündete. Kurz ist derzeit 31 Jahre alt und wurde mit 27 vom damaligen Vorsitzenden der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und Vizekanzler Michael Spindelegger und dem mächtigen ÖVP-Landeshauptmann von Niederösterreich, Erwin Pröll, zum Außenminister gemacht, was zur paradoxen Situation führte, dass das bei weitem jüngste Regierungsmitglied gleichzeitig das am längsten dienende im noch amtierenden Kabinett ist.

Das Hinwegputschen des Parteivorsitzenden und Vizekanzlers Reinhold Mitterlehner, ein honoriger Konservativer mit gesellschaftspolitisch liberalen Ansichten, vollzog sich vor den Augen der Öffentlichkeit mit einer im verschlafenen Österreich bisher nicht gekannten Brutalität. In allen Etappen auf seinem Weg zur Macht war erkennbar, dass Kurz und sein Stab die Wahl...

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