20.10.2017 / Inland / Seite 4

Geehrt und verurteilt

Wegen einer Blockadeaktion auf der Landebahn des Fliegerhorstes Büchel standen erneut Atomwaffengegner vor Gericht

Claudia Wangerin

Keine zwei Wochen nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) sind erneut vier Aktivistinnen und Aktivisten aus deren Spektrum zu Geldstrafen verurteilt worden. Im September 2016 hatten sie sich an der Besetzung der Landebahn des Fliegerhorsts Büchel beteiligt, um gegen die US-Atomwaffen auf dem Stützpunkt zu protestieren. Die Anklage lautete auf Hausfriedensbruch. Verhandelt wurde vor der Jugendkammer des Amtsgerichts Cochem, da die Angeklagten jünger als 21 Jahre waren. Das Gericht hielt jeweils 30 Tagessätze für angemessen. Deren Höhe sei aufgrund der Einkommensverhältnisse in drei Fällen auf fünf Euro und in einem Fall auf 30 Euro festgelegt worden, sagte eine der Verurteilten, Clara Tempel, am Donnerstag gegenüber junge Welt. Alle vier hätten aber bereits unbestimmte Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt und würden demnächst entscheiden, wie sie weiter vorgehen wollen. »Dass ich zu diese...

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