18.10.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Keine Glaubensfrage

Heute jährt sich zum 40. Mal die »Todesnacht von Stammheim«. Aufgeklärt sind die Umstände des Sterbens führender RAF-Mitglieder bis heute nicht

Markus Bernhardt

Die sogenannte Todesnacht von Stammheim gibt noch immer Rätsel auf und bietet Raum für Spekulationen. Auch 40 Jahre nach dem Tod der damals im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses von Stuttgart-Stammheim inhaftierten Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) müssen die genauen Todesumstände als ungeklärt gelten.

Zur Erinnerung: In der Nacht zum 18. Oktober 1977 waren Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan-Carl Raspe in Stammheim zu Tode gekommen. Die damals dort ebenfalls inhaftierte Irmgard Möller überlebte die Nacht schwerverletzt und sagte anschließend, dass es sich entgegen der offiziellen Darstellungen von Justiz und Politik nicht um einen kollektiven Suizid, sondern um Mord gehandelt habe. Bereits am 9. Mai 1976 war die renommierte Journalistin und RAF-Aktivistin Ulrike Meinhof erhängt in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim aufgefunden worden. »Du kannst ganz sicher sein, wenn ich im Gefängnis umkomme, dann ist es Mord«, hatte Meinhof zuvor zu ih...

Artikel-Länge: 11252 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe