18.10.2017 / Inland / Seite 2

»Nicht umsetzbare Drohung hat keinen Sinn«

Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ICAN, fordert BRD-Beitritt zum Verbotsvertrag. Ein Gespräch mt Martin Hinrichs

Anselm Lenz

Hatten Sie damit gerechnet, dass Ihre Organisation, ICAN, den Friedensnobelpreis 2017 bekommt?

Es ist eine Überraschung, denn ICAN war auch in Norwegen, wo das Nobelpreiskomitee ansässig ist, von Regierungsseite umstritten. Es war nicht anzunehmen, dass das Nobelpreiskomitee so mutig vorgehen würde.

Aus welchen Strukturen hat sich ICAN gegründet, und wie ist Ihre Arbeit in den letzten Jahren verlaufen?

Entstanden ist ICAN aus den Strukturen der Organisation IPPNW, den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung. Aufgebaut wurde ICAN dann ab der Überprüfungskonferenz des nuklearen Nichtweiterverbreitungsvertrages im Jahr 2005. Die Atommächte hatten Abrüstungsversprechen nicht gehalten und Verträge gebrochen. Es wurde klar, dass wir so nicht weiterkommen. 2007 folgte der formale Gründungsakt, nach 2010 begannen wir die Idee des Verbotsvertrages zu entwickeln.

Was steht im Vertrag?

Der Vertrag verbietet den Eins...

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