11.10.2017 / Thema / Seite 12

Die halbe Geschichte

Yanis Varoufakis war 162 Tage griechischer Finanzminister. In seinem neuen Buch erzählt er von seinen Erfahrungen im Kampf gegen die Troika – und lässt dabei manches aus

Dennis Püllmann

Der kurze griechische Frühling dauerte nur wenige Wochen. Seinen Höhepunkt erreichte er am 5. Juli 2015, als das griechische Volk aufgerufen war, in einem Referendum über die Annahme des dem Parlament von der Troika in Kolonialherrenmanier diktierten Austeritätsprogramms zu entscheiden. Die eine Frage, um die es ging, war denkbar einfach und doch ging es um alles: »Soll der von der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds der Euro-Gruppe am 25. Juni vorgelegte Entwurf (…) angenommen werden?« Die Antwort des Volkes fiel selbst für die Initiatoren des Referendums unerwartet eindeutig aus. Mehr als 61 Prozent votierten für »Ochi« (Nein), in manchen Wahlbezirken waren es deutlich über 70 Prozent. Und in keiner einzigen Region Griechenlands konnten die Befürworter der Reformen, die von den Parteien des politischen Zentrums, den Massenmedien und den Politexperten zu den einzig wahren Europäern erklärt worden wa...

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