09.10.2017 / Politisches Buch / Seite 15

Spurensicherung

Der Historiker und Pädagoge Jörg Wollenberg reflektiert sein arbeitsreiches Leben für eine demokratische antifaschistische Erinnerungskultur

Holger Czitrich-Stahl

Jörg Wollenberg feierte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Sein arbeitsreiches Leben widmete er dem Kampf um eine demokratische und antifaschistische Erinnerungskultur. In seinem Geburtsort Ahrensbök in Schleswig-Holstein wurde er 1945 Augenzeuge des Todesmarsches von Gefangenen eines Nebenlagers des KZ Auschwitz. Dies bestimmte fortan sein politisches, wissenschaftliches und pädagogisches Wirken. Er ging den Spuren des Nazisystems nach und sicherte sie für künftige Generationen. Damit gehört Wollenberg zu den wichtigen Aufklärern über die finstersten Jahre der deutschen Geschichte. Forschung und Lehre führten ihn nach Bielefeld und ins lippische Lage, nach Nürnberg und schließlich an die Uni Bremen. Dort wirkte er von 1978 bis zu seiner Emeritierung 2001.

Seine Arbeit führte ihn mit Kollegen wie Wolfgang Abendroth, Arno Klönne, Walter Fabian, Jürgen Kuczynski, Karl Heinz Roth oder Hermann Glaser zusammen. Es schlägt sich in einer Fülle von Veröffentli...

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