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02.10.2017 / Inland / Seite 4

Errungenschaft mit Pferdefuß

Seit Sonntag in Kraft: die »Ehe für alle«. Unverheiratete Paare weiter rechtlich benachteiligt

Markus Bernhardt

Mit einer Mehrheit von 393 von 623 abgegebenen Stimmen hatte der Deutsche Bundestag Ende Juni die »Ehe für alle« beschlossen, am Sonntag ist das Gesetz in Kraft getreten. In Paragraph 1353 des Bürgerlichen Gesetzbuches heißt es nun: »Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.« Somit genießen Lesben und Schwule erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik das Recht der Eheschließung, wie es bisher nur für heterosexuelle Paare galt. Auch dürfen sie nunmehr Kinder adoptieren.

Bislang konnten Homosexuelle nur die 2001 eingeführte sogenannte Lebenspartnerschaft eingehen und beim Standesamt eintragen lassen. Rechtliche Ungleichheiten bestanden jedoch im Vergleich zur traditionellen Ehe weiterhin. Mit Inkrafttreten der Neuregelung können Lebenspartnerschaften nicht mehr eingegangen werden. Bereits bestehende können auf Wunsch in Ehen umgewandelt werden. Probleme bereitet den Standesämtern jedoch noch immer...

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