02.10.2017 / Inland / Seite 2

»Möglichst null Toleranz und eine harte Linie«

Polizeieinsatz bei Protesten gegen den G-20-Gipfel wurde unzureichend aufgearbeitet. Gespräch mit Oliver von Dobrowolski

Kristian Stemmler

Sie waren beim G-20-Gipfel als Konfliktmanager der Polizei eingesetzt. Ihre Kritik an der Strategie der Polizeiführung sorgte kurz nach dem Spitzentreffen für Aufsehen. Konnten Sie sich danach noch in Ihre Dienststelle trauen?

Für mich war klar, dass ich mich einerseits erst nach dem Einsatz zum Gipfel äußere und andererseits deutlich darauf hinweise, dass ich nicht für die Polizei spreche, sondern im Rahmen meiner politischen Tätigkeit. Diese Trennschärfe kann man zu Recht von mir erwarten, ich persönlich hätte sie mir allerdings auch seitens der Polizei gewünscht. Zwar konnte man mir sachlich keinen Vorwurf machen, aber trotzdem habe ich Nachteile erfahren. Ich bin etwas enttäuscht, denn ich habe die Polizei im Jahre 2017 für moderner und selbstkritischer gehalten, als sie es wohl tatsächlich ist.

Kritisiert haben Sie eine überholte Einsatztaktik, die zur Eskalation beitrug. Sehen Sie sich durch das, was jetzt bekannt wurde, etwa im G-20-Sonderausschuss...

Artikel-Länge: 4341 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe