30.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es verbietet sich, linke Positionen aufzugeben«

Über die Gründe der Stimmenverluste der Partei Die Linke an die AfD. Ein Gespräch mit Kerstin Köditz

Volkmar Wölk

Rund 400.000 Stimmen hat die Partei Die Linke an die AfD verloren. Das ist heftig!

Das ist es, in der Tat. Da gibt es auch kein Schönreden. Andererseits: Wir haben auch 90.000 Stimmen von der Union gewonnen. Das ist auch heftig.

Worin liegen denn die Ursachen für diesen Wechsel zur AfD?

Es wird unterschiedliche Gründe geben, vielleicht auch mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen. Natürlich muss es uns nachdenklich stimmen, wenn uns nur noch elf Prozent unter den Arbeitslosen wählen und wir dort unseren Stimmenanteil halbiert haben. Und natürlich betrachte ich es mit zwei weinenden Augen, dass wir in den ostdeutschen Bundesländern geradezu eingebrochen sind.

Ich sehe es aber mit Freude, dass wir in der alten Bundesrepublik durchgehend zugelegt haben und dort wohl auch kaum an die AfD verloren haben. Das Phänomen AfD beschleunigt einen Prozess, der sich schon länger vollzieht – eine Umstrukturierung unserer Wählerschaft.

Was he...

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