29.09.2017 / Ausland / Seite 6

Protest gegen Korruption

In Guatemala spitzt sich die Auseinandersetzung um illegale Wahlkampffinanzierung zu

Thorben Austen, Quetzaltenango

Die Feiern zur Unabhängigkeit Guatemalas gingen in diesem Jahr im Protest gegen die Regierung unter. Am Abend des 14. September kam es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften, als erstere versuchten, das Hissen der guatemaltekischen Fahne während der offiziellen Zeremonie zu verhindern. Präsident James »Jimmy« Morales sagte daraufhin die traditionellen Paraden für den nächsten Tag ab.

Hintergrund sind die Ende August eingeleiteten Ermittlungen gegen Morales. Seine Partei, die regierende FCN, soll im Wahlkampf 2015 vier Millionen Quetzals (rund 450.000 Euro) erhalten und nicht ordnungsgemäß ausgewiesen haben. Am 11. September stimmte jedoch das Parlament mit großer Mehrheit dagegen, die Immunität von Morales aufzuheben.

Zwei Tage später folgte der nächste Coup des Präsidenten: Im Parlament wurde ein Gesetz angenommen, das besagt, dass künftig die Vorsitzenden bzw. Generalsekretäre der Parteien nicht dafür haftbar zu machen s...

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