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27.09.2017 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Stadtguerilla

Gerhard Hanloser

Wo Herrschaft mittels Okkupation, harter Repression und Waffengewalt gegen einen Teil der Bevölkerung ausgeübt wird, erhob sich in der Geschichte meist ein Guerillakrieg, der von Minderheiten geführt wurde, um zu zeigen, dass der übermächtige Gegner verletzbar und in seiner Reaktion maßlos ist. Guerillakämpfer sind den einen Widerstandskämpfer oder Partisanen, den anderen Terroristen. Der Guerillakampf hat eine lange Geschichte. Bereits Flavius Josephus berichtet über den Partisanenkrieg der Juden gegen die Herrschaft der Römer 66 n. Chr. Auch die Vernichtung der indianischen Hochkulturen verlief nicht ohne Widerstand. Und die Indigenen des Südens wie des Nordens bedienten sich lange Zeit des Guerilla­kampfes.

Das Wort Guerilla kommt aus dem Spanischen und stellt eine Verkleinerungsform des spanischen »Gu er ra« (Krieg) dar. Es verweist auf den spanischen Unabhängigkeitskrieg (1807–1814) gegen die französische Fremdherrschaft unter Napoleon. In Deutschlan...

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