22.09.2017 / Inland / Seite 4

Afghanen wehren sich

Kein sicheres Herkunftsland: 500 Geflüchtete starten Mahnwache vor Auswärtigem Amt. Aktion soll bis zur Bundestagswahl fortgesetzt werden

Jana Frielinghaus

Seit 16 Jahren haben die EU-Staaten und hat auch die Bundesrepublik Soldaten in Afghanistan. Begründet wurde ihre Entsendung 2001 mit einem notwendigen »Krieg gegen den Terror«. Am Donnerstag wies Kava Spartak, der in den 1990er Jahren als Kind aus dem zentralasiatischen Land flüchtete, in Berlin auf den Widerspruch hin, dass die Soldaten noch immer dort sind – während die deutsche Regierung heute behaupte, das Land sei sicher genug, um Menschen dorthin abzuschieben. Er findet es »unverschämt«, dass EU-Regierungen »entscheiden, wann ein Konflikt wichtig ist und wann nicht«.

Kava Spartak ist Geschäftsführer des Afghanischen Kulturzentrums Yaar in Berlin, das Geflüchtete berät. Es gehört zu einem Bündnis von mehr als 20 afghanischen Gruppen, das seit Donnerstag mittag im Berliner Regierungsviertel mit einer Mahnwache gegen Abschiebungen in das Kriegsland protestiert. Auf die Straße zu gehen sei für seine Landsleute die einzige Möglichkeit, für ihre Rechte z...

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