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19.09.2017 / Inland / Seite 8

»Als Leiharbeiter ist man ziemlich rechtlos«

Heuern und feuern: Ein Schiffbauer wirft der CDU Realitätsverlust vor und warnt vor aufkeimender Wut. Ein Gespräch mit Daniel Grüneke

Susan Bonath

Als gelernter Konstruk­tionsmechaniker für den Schiffbau sind Sie seit fast zehn Jahren als Leiharbeiter beschäftigt. Nun haben Sie sich in einem offenen Brief an die CDU Luft gemacht. Was werfen Sie ihr vor?

Im Wahlkampf lobt die CDU das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Es verhindere Missbrauch, eröffne Leiharbeitern Chancen und biete ihnen sogar Freiräume. Sie wiederholt das Märchen, Firmen würden Leiharbeiter anheuern, um Auftragsspitzen zu bewältigen. Ich frage mich: In welcher Realität lebt die CDU?

Viele Unternehmen setzen dauerhaft Leiharbeiter ein, zum Beispiel die Werften bei uns. Da stellt sich schon die Frage: Wie lange können »Auftragsspitzen« dauern? Entgangen ist der Partei wohl auch, dass die neue Regel, wonach die Leiharbeiter hier nach neun Monaten rund 90 Prozent des Gehalts der Stammbelegschaft erhalten sollen, für weitere Repressalien benutzt werden kann – und wird.

Die wären?

Die Arbeiter werden einfach ausgetauscht, wenn sie zu t...

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