14.09.2017 / Medien / Seite 15

Polemik und Häme

Hurrikan »Irma«: ARD gibt in Berichterstattung über Kuba Ideologie statt Fakten den Vorrang

Volker Hermsdorf

Auf Kritik in den sogenannten sozialen Medien an ihrer einseitigen Berichterstattung über Hurrikan »Irma« reagierten große bürgerliche Medien mit Häme. Während sie tagelang detailliert über die Route des zuletzt auf die niedrigste Kategorie eins herabgestuften Sturms in den USA informierten, wurde Kuba anfangs – wenn überhaupt – nur am Rande erwähnt. Dort war der Wirbelsturm jedoch mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde zwei Tage lang quer über das Land gefegt. Zum ersten Mal seit 1932 hatte ein Sturm der höchsten Kategorie fünf die sozialistische Insel getroffen, zehn Menschen in den Tod gerissen und schwerste Sachschäden verursacht. Nach Durchzug des Hurrikans machten sich im armen Kuba sofort staatliche Instandsetzungstrupps an die Beseitigung der Schäden, während im reichsten Land der Welt Chaos und Plünderungen vorherrschten.

Das und die Beschwerden verärgerter Zuschauer konnte auch das ARD-Flaggschiff »Tagesschau« nicht ignoriere...

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