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14.09.2017 / Feuilleton / Seite 10

Die kleinsten Teilchen

Einblicke in einen der größten Arbeitskämpfe Südostasiens: »Bekasi in Bewegung« zeigt die Arbeitsbedingungen und die Organisationsformen des indonesischen Proletariats

Anett Keller

Die indonesische Industriemetropole Bekasi liegt etwa 40 Kilometer östlich von Jakarta. Früher waren hier Dörfer und Reisfelder. In den 80er Jahren, während der Zeit der Suharto-Diktatur, wurde das Gebiet industrialisiert, um Elektrogeräte, Autos, Mopeds, Lebensmittel, Spielzeug und Kosmetik zu produzieren. Die Diktatur endete 1998, die Produktion für den globalen Markt ging weiter.

»Nicht vergessen! All dies wird mit dem Schweiß Tausender Arbeiter_innen hergestellt«, heißt es gleich zu Beginn des Dokumentarfilms »Bekasi in Bewegung«, den die indonesischen NGO LIPS (Lembaga Informasi Perburuhan Sedane) und KoPI (Komunitas Perfilman Intertekstual) produziert haben. labournet.tv hat ihn mit deutschen Untertiteln versehen und ins Internet gestellt.

Die Kamera schwenkt zunächst über Firmenschilder von Samsung, L’Ore al, Unilever, Mattel und Kraft Foods und zeigt dann einen Tross Menschen, die in diese Fabriken arbeiten gehen...

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