13.09.2017 / Ausland / Seite 6

Im Stich gelassen

Puerto Rico gehört zu den USA, sein Leid nach dem Hurrikan bleibt dennoch außen vor

Jürgen Heiser

Das Wochenblatt The Nation titelte am gestrigen Dienstag, obwohl Hurrikan »Irma« auch die US-amerikanischen Außengebiete Puerto Rico und die Virgin Islands »verwüstet« habe, werde ihnen nicht »das gleiche Maß an Aufmerksamkeit zuteil wie Florida und Texas«. Ähnlich geht es in der Bundesrepublik Deutschland zu: Sobald das Land des Verbündeten jenseits des Atlantik von einer Katastrophe heimgesucht wird, sind die hiesigen Nachrichtenredak­tionen so sehr in Aufruhr, als sei das eigene Land in Gefahr. Das vom Sturm schwer getroffene sozialistische Kuba war trotz seines vorbildlichen Katastrophenschutzes ebenso nur eine Randnotiz wert wie die faktische US-Inselkolonie Puerto Rico im »Hinterhof« der USA, deren Elend das Bild vom »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« stören könnte.

Dabei hatte US-Präsident Donald Trump, für den der gewaltige Hurrikan »Irma« nicht Folge des Klimawandels, sondern »ein Monster«, ein mystisches Untier ist, auch für Puerto Rico und s...

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