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11.09.2017 / Feuilleton / Seite 10

Wahlkampfhilfe (6)

Merkel meint es ernst

Christof Meueler

Für immer Angela Merkel. Sie ist so langweilig und nüchtern wie eine dieser Outdoorjacken, die sie anzieht, wenn sie mit ihrem Ehemann wandern geht. »Ihre Standardrede ist irgend etwas zwischen der Sendung mit der Maus und einer Massenhypnose«, schrieb Alexander Osang im Spiegel. Merkels Sachlichkeit ist ideal für die zu Shows gewordenen Polit­sendungen im Fernsehen, die nur noch über Äußerlichkeiten funktionieren. Sie ist nicht eitel, trägt nicht dick auf und sagt den Leuten, ihr braucht euch nicht für Politik interessieren, ich mach das schon. »Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben«, lautet die Parole ihrer Partei. Brillant: ein Land, in dem »wir« gut und gerne essen oder schlafen oder Merkel wählen.

Früher, als die Wahlprognostiker noch von einem »linken« und einem »rechten Lager« ausgingen, hätte man gesagt, Merkel sei in der »falschen Partei«. Das behauptete das »rechte Lager« gerne von Helmut Schmidt. Der war rechte SPD. Heute ist die ...

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