08.09.2017 / Thema / Seite 12

Neue Fassade, alter Geist

Über den Erfolg der Täuschungsmanöver der »neuen Rechten«

Werner Seppmann

Es wäre politisch kontraproduktiv, von der Alternative für Deutschland (AfD) pauschal als von einer neofaschistischen Partei zu reden. Aber sie hat das Zeug, eine solche zu werden. Ein gewichtiger Teil ihrer Repräsentanten artikuliert sich nicht nur nationalistisch, sondern denkt auch in Freund-Feind-Kategorien. Mit ritualisierter Aufstandsrhetorik werden politische Gegner kriminalisiert oder als Krankheitserreger abgewertet. Die AfD hat vor allen Dingen bewiesen, dass sie über eine wesentliche Fähigkeit faschistischer Mobilisierung verfügt, nämlich verunsicherte und deklassierte Menschen der »Mitte« anzusprechen und ihren »Protest« zu kanalisieren.

Obwohl es in ihren Selbstbeschreibungen immer abgestritten wird, hat es rechte Positionen über den »Nationalkonservatismus« hinaus in der AfD immer gegeben. Auch in ihren Gründungsjahren als neoliberale »Professorenpartei« war dies der Fall. Wieviel Kulissenschieberei bei der »Distanzierung« gegenüber »unakzep...

Artikel-Länge: 19174 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe