08.09.2017 / Inland / Seite 5

»Ausdruck kleinlicher Missgunst«

Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze gleicht nicht einmal die Inflation aus

Susan Bonath

Pünktlich, kurz vor der Bundestagswahl, verkündete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unter Ministerin Andrea Nahles (SPD) am Mittwoch die jährliche Minierhöhung der Regelsätze für Menschen, die auf Hartz IV oder Sozialhilfe angewiesen sind, und verkaufte diese als Wohltat. Die Anhebung sei nach einem »klaren und transparenten Mechanismus« erfolgt, so Nahles. »Die Empfänger nehmen an der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung teil«, tönte die Arbeitsministerin. Was Nahles verschweigt: Die Erhöhung hält noch nicht einmal mit dem Preisanstieg mit.

Im kommenden Jahr sollen die Regelsätze für Alleinstehende um sieben auf 416 Euro und für Paare pro Person um sechs auf 374 Euro angehoben werden. Für Kinder ab sechs Jahren, Behinderte und junge Menschen unter 25 gibt es fünf Euro mehr. Je nach Alter erhalten sie dann zwischen 296 und 332 Euro pro Monat. Nach einer Nullrunde hat das BMAS diesmal auch wieder die Kleinkinder bis fünf Jahre bedach...

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