06.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

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Der Staat kapituliert vor rechten Verschwörern. Dabei haben die Ermittlungen gegen Bundeswehr-Offiziere noch weitere Terroristen auffliegen lassen

Sebastian Carlens

Als Oberleutnant Franco Al­brecht im April 2017 festgenommen wurde, erschrak das Land: Ein deutscher Offizier, der sich mit Tarnidentität einen Asyltitel er­schlichen hatte, Munition hortete und eine Pistole über den Wiener Flughafen zu schmuggeln versuchte – und dabei aufflog.

Die Bundesanwaltschaft zog den Fall an sich, »Terrorverdacht«. Bei Albrecht und Komplizen wurden Listen mit Namen von Politikern gefunden, Notizen legten nahe, dass Attentate geplant wurden (»Granate Asylant werfen lassen, filmen«). Albrecht, der 409 Euro Asylgeld im Monat kassierte und als »David Benjamin« bei den Behörden mit seinen Fingerabdrücken registriert war, hätte solche Taten als angeblicher syrischer Flüchtling begehen können, so die Vermutung. Neben ihm weckten zwei weitere Personen den Verdacht der Ermittler: Maximilian T., wie Albrecht Oberleutnant beim Jägerbataillon 291 der Bundeswehr im französischen Illkirch, sowie der Student Mathias F., bei dem über 1.000 Schuss...

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