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04.09.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Kurdische Fahnen in Aleppo

Nach der Befreiung der Stadt im Dezember 2016 entspannt sich Verhältnis der Volksgruppen

Karin Leukefeld, Aleppo

»Die Kurden? Kein Kommentar.« Abu Maher, der seit 18 Jahren beim syrischen Militär arbeitet, will sich nicht auf ein Gespräch über die Kurden im Norden Syriens einlassen. Der Armeeangehörige wirkt verbittert. Er stammt aus einem kleinen Ort zwischen Afrin und Asas nordwestlich von Aleppo.

Sein Zuhause hat Maher seit Jahren nicht gesehen. Als Armeeangestellten lassen ihn weder die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ), die Afrin kontrollieren, noch die bewaffneten Islamisten von Asas in seinen Heimatort. Bis auf zwei Brüder wurden alle seine Verwandten in den vergangenen Jahren getötet.

Die Familie hat Ländereien, Obst- und Olivenbäume. Die Oliven und das kostbare Olivenöl müssen seine Brüder heute in der Türkei verkaufen, denn das nordwestliche Umland von Aleppo wurde vom türkischen Militär und den Islamisten von der vor dem Krieg zweitgrößten Stadt Syriens abgeriegelt. Der Kontakt zum politischen und wirtscha...

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