01.09.2017 / Inland / Seite 5

Erzwungene Flexibilität

Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft fordert Maßnahmen gegen prekäre Beschäftigung an den Hochschulen

Ben Mendelson

Anlässlich der Bundestagswahl hat das Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit Gewerkschaftsvertretern Forderungen an die Politik formuliert. Der Grund: Der sogenannte Mittelbau, also die abhängig beschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeiter an den Hochschulen, sieht seine Lage als prekär an.

Die Arbeitsbedingungen in der deutschen Wissenschaft »verschlechtern sich seit Jahren«, konstatierte Fabian Frenzel vom NGAWiss bei der Pressekonferenz. Befristungen von unter einem Jahr und die Unterbezahlung oder gar Nichtentlohnung von Lehrtätigkeiten seien inzwischen der Regelfall. Nicht wenige junge Beschäftigte seien gezwungen, mit Hartz IV aufzustocken, und jede Gesetzesreform scheine die Dinge nur schlimmer gemacht zu haben, so Frenzel. Es brauche umfangreiche Strukturreformen, wobei Geld allein aber nicht ausreiche.

Die Universitäten benötigten eine deutlich bessere Grundfinanzierung. In vielen Bundesländer...

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