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31.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Unter Ausschluss des Westens

Jörg Kronauer

Russland ist zurück. Lange Zeit hatte kaum jemand damit gerechnet, dass Moskau nach dem sowjetischen Abzug im Jahr 1989 noch einmal größeren Einfluss in Afghanistan erhalten könnte: Erst kamen seine damaligen Gegner, dann – 2001 – Statthalter des Westens in Kabul an die Macht. Die russische Regierung hat's dennoch immer wieder versucht. Afghanistan, südlich an die zentralasiatischen Republiken und damit an Russlands Einflussgebiet angrenzend, ist geostrategisch zu wichtig, um es zu ignorieren. Von 2002 bis 2005 stellte Moskau der Führung in Kabul jährlich Waffen und militärische Unterstützungsleistungen im Wert von 30 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um dort zum Aufbau eines nicht-dschihadistischen Staatsapparats beizutragen. Erst 2006 wurden diese Hilfe beendet, als der Westen die russische Föderation mit seiner Umsturzpolitik in Georgien, der Ukraine und Kirgistan immer weiter in die Enge trieb.

Im Jahr 2012 bemühte Kabul sich erfolgreich um den Beoba...

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