30.08.2017 / Ausland / Seite 8

»In Sokodé erschossen Soldaten sieben Menschen«

Regierung in Togo ließ Demonstrationen für Verfassungsänderung gewaltsam auflösen. Gespräch mit Bouraika Naboudja

Martin Dolzer

Am 19. August kam es in Togo in fünf Städten zu großen Demons­trationen. Dabei erschoss das Militär mehrere Menschen, viele wurden verletzt. Oppositionelle werden nun systematisch verfolgt. Worum ging es bei den Protesten?

Die Demonstrationen wurden von einer »Demokratischen Plattform« und der Panafrikanischen Nationalpartei, PNP, organisiert. In fünf Städten Togos und vielen Metropolen weltweit demonstrierten zehntausende Menschen für eine Verfassungsänderung: Sie soll wieder werden, wie sie vor 1992 war. Damals besaßen zum Beispiel auch die im Exil lebenden Togolesen das Wahlrecht. In den Städten Togos befand sich das Militär bereits seit den Morgenstunden auf der Straße. Es herrschte eine Art Ausnahmezustand. In Kara und Sokodé war die Militärpräsenz besonders stark. Die Regierung will mit aller Macht verhindern, dass sich eine wirksame Opposition bildet. Ich selbst war Augenzeuge, als das Militär mit scharfer Munition in die Menge der Protestierenden ...

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