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30.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Von der Guerilla zur Partei

In Bogotá gründen sich Kolumbiens FARC als legale Organisation neu. Doch der Friedensprozess ist weiter gefährdet

André Scheer

Nach mehr als einem halben Jahrhundert des bewaffneten Kampfes hat am Sonntag in Bogotá der Kongress begonnen, auf dem sich die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) in eine legale Partei umwandeln wollen. Rund 1.000 Delegierte beraten bis Donnerstag über das Programm, die Statuten und den Namen der neuen Organisation. Als Favorit dafür gilt die Bezeichnung »Revolutionäre Alternative Kräfte Kolumbiens«, denn auf diese Weise könnte die neue Partei das alte Kürzel FARC weiterführen. Kritiker fordern jedoch einen neuen Namen, damit die bisherige Guerilla den Bruch mit ihrer Geschichte deutlich macht.

Von einem solchen Bruch wollen die führenden Comandantes der FARC allerdings nichts wissen. Im Bericht des Sekretariats, der obersten Führungsebene der bisherigen Guerilla, betonte Iván Márquez am Sonntag vielmehr die Kontinuität: »53 Jahre bewaffneter Rebellion verwandeln sich heute, mit diesem Gründungskongress, in die neue Form d...

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