21.08.2017 / Ausland / Seite 7

Liebe trifft auf Hass

Flüchtlinge in Schweden wehren sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Rassisten provozieren

Peter Steiniger

Sie kämpfen um ihr Leben und ihre Zukunft. Mit einem öffentlichen Sitzstreik wehren sich Dutzende junge Afghanen, die Zuflucht in Schweden gefunden haben, bereits seit zwei Wochen gegen drohende Abschiebungen in ihr Heimatland. Organisiert haben sie sich über das Netzwerk »Ung i Sverige« (Jung in Schweden). Nun haben sie sich am Rande des großen Bürgerplatzes (Medborgarplatsen) in der Hauptstadt niedergelassen. Dieser liegt im zentralen, doch weniger noblen Stadtteil Södermalm und gehört mit seinen Bars und Cafés zu einem beliebten Ausgehviertel. Die Bevölkerung hier ist bunt gemischt, viele Studenten, Künstler und Intellektuelle haben in »Söder« ihr Zuhause.

Am Sonnabend nachmittag gesellten sich zu den Aktivisten etwa 1.000 Unterstützer. Vor der Treppe zum Bürgerhaus an einer Ecke des Platzes bildeten die Kundgebungsteilnehmer vor der Gruppe der Afghanen eine schützende Mauer. Sie schwenkten blaugelbe Landesfahnen und hielten Luftballons und Schilder...

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