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19.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Wenn es auf der Bank kein Geld mehr gibt

Venezuelas Finanzinstitute geben ihren Kunden kaum noch Bares. Davon profitieren dubiose Händler

André Scheer

In Venezuela wird das Bargeld knapp. Ende vergangenen Jahres hatte Präsident Nicolás Maduro angekündigt, die Banknoten mit dem bis dahin höchsten Nennwert von 100 Bolívares aus dem Verkehr zu ziehen und an ihrer Stelle solche für 5.000, 10.000 und 20.000 Bolívares einzuführen. Doch die Operation endete in einem Fiasko – bis heute sind offenkundig nicht genügend der neuen Scheine eingetroffen. Doch angesichts der hohen Inflationsrate und rasant steigender Preise brauchen die Menschen mehr Geld.

Medienberichten zufolge sind die meisten Geldautomaten leer, vor den anderen bilden sich lange Schlangen. Viele Banken haben Obergrenzen festgelegt, bei ihnen kann man am Tag nur noch 20.000 oder 30.000 Bolívares abheben. Für eine solche Summe jedoch bekommt man in Venezuela nicht mehr viel – sie reicht auf dem Schwarzmarkt für ein Kilo Reis oder zwei Kilo Maismehl. Zudem wird die Summe oft auch noch in Scheinen zu 10 oder 20 Bolívares ausgezahlt – die Bankkunden mü...

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