19.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Kontroverse Kontrollen

In Venezuela werden Preise und Wechselkurse staatlich kontrolliert – eigentlich. Doch die Lebenshaltungskosten steigen. Die Constituyente soll nun Abhilfe schaffen

André Scheer

In Venezuela hat sich die Lage in den Geschäften und Supermärkten entspannt, die Regale sind wieder gefüllt, und die langen Schlangen vor den Geschäften sind verschwunden. Dazu beigetragen haben die »Lokalkomitees für Versorgung und Produktion« (CLAP). Diese Basisgruppen haben es im Auftrag der Regierung übernommen, den Vertrieb von Waren des Grundbedarfs zu staatlich festgelegten Preisen zu organisieren, die weit unter dem liegen, was in den Geschäften oder auf dem Schwarzmarkt verlangt wird. Ein- oder mehrmals monatlich können sich die Menschen bei ihnen eines dieser günstigen Pakete pro Person abholen. Nach offiziellen Angaben erhielten im Juli zehn Millionen Menschen in Venezuela solche subventionierten Lebensmittel, unter anderem Maismehl, Zucker oder Milchpulver.

Doch wenn die CLAP-Pakete nicht ankommen, oder wenn es um Produkte geht, die nicht zur überschaubaren Palette des Angebots gehören, ist die Lage weiter schwierig. Schon am 1. Mai musste ...

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