17.08.2017 / Titel / Seite 1

Retter in Gefahr

Libysche Küstenwache attackiert Hilfsorganisation. Spanische Aktivistin erhält Morddrohungen. Doch die EU ist zufrieden

André Scheer

Mit einem dramatischen Appell haben 75 vor allem spanische Hilfsorganisationen am Mittwoch auf die zunehmenden Drohungen gegen Menschenrechtsaktivisten aufmerksam gemacht, die sich an den EU-Außengrenzen für Schutzsuchende einsetzen. Anlass für die Erklärung waren Mordaufrufe gegen Helena Maleno Garzón, die für die NGO »Caminando Fronteras« an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta aktiv ist.

Eine gefährliche Zuspitzung erlebte am Dienstag auch die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms. Ihr Rettungsschiff »Golfo Azzurro« wurde den Angaben der spanischen NGO zufolge in internationalen Gewässern von der libyschen Küstenwache aufgebracht. Zunächst sei die Besatzung aufgefordert worden, den Beamten nach Tripolis zu folgen. Bei einer Weigerung werde man das Feuer eröffnen. Nach etwa zwei Stunden forderten die Libyer sie auf, nach Norden zu fahren und nicht mehr zurückzukehren. Am Mittwoch versuchten dann die Rassisten der »Identitären Bew...

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