16.08.2017 / Thema / Seite 12

Neoliberaler Prototyp

Entgegen den Verheißungen seiner Verfechter hat NAFTA vielleicht den Konzernen, aber ganz sicher nicht den betroffenen Bevölkerungen eine Verbesserung ihrer Lage gebracht. Jetzt soll das nordamerikansiche Freihandelsabkommen neu verhandelt werden

Dieter Boris

Das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA¹, das jahrelang – zumindest hierzulande – kaum bekannt war bzw. wenig beachtet wurde, ist durch US-Präsident Donald Trump in den letzten Monaten wieder ins Gespräch gekommen. Seine Drohung, die Vereinbarung aufzukündigen und zwischen den Vereinigten Staaten und deren südlichen Nachbarn eine Mauer zu errichten, haben auch Mexiko und Kanada veranlasst, über ­NAFTA erneut nachzudenken. Dort war seither ebenfalls häufiger zu vernehmen, das Abkommen sei überholt und müsse modifiziert werden. In dieser Woche finden nun in Washington Neuverhandlungen über die Freihandelsvereinbarung zwischen den drei Ländern statt.

»Washington-Konsens«

Die Politik des sogenannten Washington-Konsens (1990), die eine weitgehende Liberalisierung des Handels, des Finanzmarktes, der Wechselkurse und der Geldpolitik sowie die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Flexibilisierung bzw. den Abbau arbeitsrechtlicher Sicherungen vorsah,...

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